Russlands Verteidigungsministerium packt aus: 64 Sowjetbürger sterben während Kubakrise

Russlands Verteidigungsministerium packt aus: 64 Sowjetbürger sterben während Kubakrise
Russlands Verteidigungsministerium packt aus: 64 Sowjetbürger sterben während Kubakrise (Archivbild)
Das russische Verteidigungsministerium hat am Samstag die offiziellen Angaben zu den Todesopfern während der akuten Phase der Kubakrise veröffentlicht. Laut der entsprechenden Mitteilung der Behörde sollen zwischen dem 1. August 1962 und dem 16. August 1964 sage und schreibe 64 Sowjetbürger in Kuba gestorben sein. Die Bekanntgabe der Opferzahl ist am 55. Jahrestag der Stationierung sowjetischer Raketen auf der "Freiheitsinsel" erfolgt.

Am 9. September 1962 wurden im Rahmen der Geheimoperation "Anadyr" auf Kuba erste sowjetische ballistische Raketen befördert. Anschließend bestückte die UdSSR die Projektile mit Atomsprengköpfen. Die Operation war eine Reaktion auf die Stationierung von US-Raketen in der Türkei und Italien und auf eine mögliche US-Invasion in der "Freiheitsinsel". Die eigentliche Krise dauerte 13 Tage. Ihr folgte eine Neuordnung der internationalen Beziehungen. Erstmals wurden die ungeheuren Gefahren eines möglichen Atomkrieges einer breiten Öffentlichkeit bewusst. (Interfax)

Mehr lesen:  USA werfen Kuba "akustischen Anschlag" auf Diplomaten vor: Zahl der Betroffenen steigt auf 19