Rekord-Erdbeben in Mexiko fordert mehr als 60 Menschenleben - Regierung ordnet drei Tage Trauer an

Rekord-Erdbeben in Mexiko fordert mehr als 60 Menschenleben - Regierung ordnet drei Tage Trauer an
Rekord-Erdbeben in Mexiko fordert mehr als 60 Menschenleben - Regierung ordnet drei Tage Trauer an
Das Jahrhundert-Erdbeben der Stärke 8,2 in Mexiko hat 61 Menschen zum Opfer gefordert und Hunderte obdachlos gemacht. In den Bundesstaaten Oaxaca, Chiapas und Tabasco im Süden des Landes stürzten zahlreiche Häuser ein. Die Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

Das Zentrum des Bebens lag im Pazifik, 137 Kilometer südwestlich von Tonalá im Bundesstaat Chiapas in 19 Kilometern Tiefe. Rund 50 Millionen Menschen spürten die heftigen Erdstöße, auch in der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Zeitweise waren rund 1,5 Millionen Menschen ohne Strom. Im Zentrum der Hauptstadt schwankte sogar das Unabhängigkeitsdenkmal mit dem goldenen Engel auf der Spitze.

Die Streitkräfte verlegten rund 1.800 Soldaten in die Katastrophenregion. Es wurden Sammelstellen für Lebensmittel und Kleiderspenden eröffneten. "Das Wichtigste ist die Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln. Außerdem müssen die Betroffenen medizinisch versorgt werden", erklärte Präsident Enrique Peña Nieto bei einem Besuch in Juchitán.

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Es war das stärkste Beben in Mexiko seit fast 100 Jahren. Das letzte Mal hatte ein Beben 1932 in dem lateinamerikanischen Land die Stärke 8,2 erreicht. Selbst das schwere Erbeben von 1985, bei dem rund 10.000 Menschen ums Leben kamen, war etwas schwächer. (dpa)