Syriens Stürmerstar dankt Präsident Assad und erntet Empörung im Netz

Syriens Stürmerstar dankt Präsident Assad und erntet Empörung im Netz
Syriens Stürmerstar dankt Präsident Assad und erntet Empörung im Netz
Ein Dank des syrischen Stürmerstars Omar al-Soma an Syriens Präsidenten Baschar al-Assad hat in den sozialen Netzwerken Empörung ausgelöst. Kritik kam vor allem aus Saudi-Arabien, wo Al-Soma für den Club Al-Ahli aus Dschidda spielt. Der 28-Jährige hatte am Dienstag in der WM-Qualifikation gegen den Iran kurz vor Schluss den Ausgleich zum 2:2 geschossen. Syrien wahrte damit seine Chance, 2018 erstmals an einer WM-Endrunde teilzunehmen.

Das Tor sorgte vor allem deshalb für Aufsehen, weil Al-Soma nach Sympathiekundgebungen für den syrischen Aufstand gegen Assad über Jahre nicht in der Nationalelf gespielt hatte. Erst in diesem Sommer kehrte er zurück. Nach dem Spiel gegen den Iran dankte er in einem syrischen Sender Assad für dessen Unterstützung für den Sport.

Empörte Stimmen beschimpften Al-Soma deswegen in den sozialen Medien und forderten seinen Verein auf, den Vertrag mit ihm zu lösen. Allerdings wurde für Al-Soma auch Verständnis geäußert: "Respektiert seine Meinung und die Lage seiner Familie", twitterte der saudische Sportmoderator Sultan Al-Ghaschjan. "Er bleibt unser Bruder, was auch passiert." Saudi-Arabien unterstützt in Syriens Bürgerkrieg die so genannte Opposition, die zu einem erheblichen Teil aus radikalen Islamisten besteht.

"Al-Soma hat für den Hund Baschar nicht nur das (saudische) Königreich, sondern auch Syrien und seine Märtyrer verraten", schrieb ein Nutzer mit dem Namen Abdullah in einer Twitter-Kurznachricht, die mehr als 450 Mal retweetet wurde. (rt deutsch/dpa)