Kundgebung gegen US-Abwehrraketen in Südkorea mündet in Proteste mit mehreren Verletzten

Kundgebung gegen US-Abwehrraketen in Südkorea mündet in Proteste mit mehreren Verletzten
Kundgebung gegen US-Abwehrraketen in Südkorea mündet in Proteste mit mehreren Verletzten
Bei einer Protestkundgebung gegen die Stationierung weiterer Teile eines US-Raketenabwehrsystems in Südkorea sind zahlreiche Menschen verletzt worden. Hunderte von Demonstranten versuchten, die Zufahrt zum Stützpunkt in der östlichen Provinz Nord-Gyeongsangzu zu blockieren. Rund 8.000 Polizisten waren demnach im Einsatz, um die Straße zu räumen.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden trotz der Proteste vier weitere Raketenwerfer des Systems THAAD auf dem Stützpunkt erfolgreich installiert. Die "vorläufige" Aufstellung der Abwehrraketen sei Teil der Maßnahmen, um die Südkoreaner besser gegen die "Bedrohungen durch Nordkoreas Raketen" zu schützen.

Mehr lesen:  Putin und Moon zum Konflikt um Nordkorea: Diplomatie und Inklusion statt Eskalation

Die Stationierung des Systems geht auf eine Einigung Seouls und Washingtons vom vergangenen Jahr zurück. Die US-Streitkräfte haben Ende April dieses Jahres ungeachtet der Kritik aus China und Russland mit der Stationierung von THAAD in Südkorea begonnen. Peking und Moskau sehen ihre Sicherheitsinteressen durch das neue Abwehrsystem bedroht. (dpa)