Nach brutaler Vergewaltigung im Park: Leipziger Polizei verstärkt Streife, rät Frauen zu Wachsamkeit

Nach brutaler Vergewaltigung im Park: Leipziger Polizei verstärkt Streife, rät Frauen zu Wachsamkeit
Nach brutaler Vergewaltigung in Stadtpark: Leipziger Polizei rät Frauen, zu zweit zu joggen
Nachdem die Leipziger Polizei Frauen empfohlen hatte, zu zweit joggen zu gehen, um einen möglichen Überfall zu vermeiden, hat die Behörde schwere Kritik einstecken müssen. Nun will Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) verstärkt Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes in den Stadtpark Rosental schicken, wo sie die Fahrradstaffel der Polizei in der Grünanlage unterstützen sollen.

Der Rat kam nach der brutalen Vergewaltigung einer über 50 Jahre alten Frau im Park Rosental am letzten Donnerstag. Der Park ist bei Läufern und Spaziergängern sehr beliebt. Ein etwa 25 bis 35 Jahre alter Mann südländischen Typs soll sie überfallen, vergewaltigt und stark geprügelt haben. Der Angreifer schlug die Frau so kräftig ins Gesicht, dass sie danach notoperiert werden musste. Der Täter wurde bislang noch nicht gefasst.

Nach dem grausamen Überfall wurde es Frauen von der Leipziger Polizei empfohlen, zu zweit joggen zu gehen oder sich zumindest beim Überholen umzuschauen. Der Leipziger Bürgermeister Burkhard Jung kritisierte aber diese Anweisung. Seit Dienstag sollen verstärkte Polizeistreifen sowohl auf den Straßen, als auch in den Parks für mehr Sicherheit sorgen.

Polizeisprecher Uwe Voigt sagte gegenüber der Leipziger Volkszeitung, könnte der als südländisch beschriebene 25- bis 35-Jährige zuvor möglicherweise schon weitere Taten begangen haben. Vor knapp drei Wochen kam es ebenfalls im Rosental zu Übergriffen auf zwei Frauen. In einem Fall war wie am Donnerstag eine Joggerin das Opfer. Die Polizei prüft die bisher eingegangenen Hinweise derzeit noch.

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