Herxheimer Bürgermeister droht Parteiausschluss nach relativierenden Aussagen über Adolf Hitler

Herxheimer Bürgermeister droht Parteiausschluss nach relativierenden Aussagen über Adolf Hitler
Herxheimer Bürgermeister droht Parteiausschluss nach relativierenden Aussagen über Adolf Hitler
Nach relativierenden Aussagen über Adolf Hitler und das NS-Regime droht dem Bürgermeister der pfälzischen Gemeinde Herxheim am Berg der Parteiausschluss. Ronald Becker von den Freien Wählern hat in einem TV-Bericht über eine 83 Jahre alte Glocke mit einem Hakenkreuz-Emblem im örtlichen Kirchturm gesagt, man sei stolz, eine Glocke mit dieser Inschrift zu haben. Er fügte hinzu, mit Hitlers Namen würden "immer gleich die Judenverfolgung und die Kriegszeiten" verbunden.

"Wenn man über solche Sachen berichtet, soll man umfangreich berichten. Dass man sagt, das waren die Gräueltaten und das waren auch Sachen, die er in die Wege geleitet hat und die wir heute noch benutzen", meinte der Bürgermeister. Ronald Becker war am Wochenende zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der Vizevorsitzende der Freien Wähler in Rheinland-Pfalz, Manfred Petry, sagte, im Landesvorstand sei man entsetzt über die Äußerungen. Diese Verklärung von Verbrechen des Nazi-Regimes sei "hanebüchen".

Es ist natürlich unabdingbar, dass wir innerhalb der Parteigremien über Disziplinarmaßnahmen beraten werden - bis hin zum Parteiausschluss", zitiert die Deutsche Presse-Agentur Manfred Petry.

Mehr lesen: Hakenkreuz-Glocke läutet seit 83 Jahren in evangelischem Gotteshaus