Erdstöße in Nordkorea: Südkorea geht von Atomtest aus

Erdstöße in Nordkorea: Südkorea geht von Atomtest aus
Erdstöße in Nordkorea: Südkorea geht von Atomtest aus
Ein Erdbeben in Nordkorea hat Befürchtungen über einen neuen nordkoreanischen Atomtest ausgelöst. Nach chinesischen Angaben habe der Zwischenfall am Sonntag Erdstöße der Stärke 6,3 ausgelöst. Später wurde ein weiteres Beben der Stärke 4,6 gemessen. Nach Einschätzung der südkoreanischen Armee wurden die Erschütterungen beim ersten Mal durch einen Atomtest ausgelöst.

Die japanische Regierung berief angesichts eines möglichen nordkoreanischen Atomtests den nationalen Sicherheitsrat ein. Ministerpräsident Shinzo Abe erklärte am Sonntag, sollte es sich bei dem kurz zuvor gemessenen Erdbeben in Nordkorea tatsächlich um einen Atomtest gehandelt haben, sei dies absolut inakzeptabel. Man werde aufs Schärfste protestieren. Später teilte der japanische Außenminister Taro Kono mit, dass die japanische Regierung zum Schluss gekommen sei, dass das Erdbeben durch einen Atomtest ausgelöst worden sei.

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Inzwischen behauptet Nordkorea, dass es eine Interkontinentalrakete mit einer Wasserstoffbombe bestücken kann. Kim Jong-un habe bei einem Besuch im staatlichen Atomwaffeninstitut eine raketenfähige H-Bombe inspiziert, berichteten die Staatsmedien am Sonntag. Das Institut habe damit den Vorgaben der Arbeiterpartei entsprochen, einen Durchbruch bei der atomaren Bewaffnung zu erzielen. Der Fortschritt basiere auf dem Erfolg, den das Land mit seinem ersten Wasserstoffbombentest im Januar des vergangenen Jahres erzielt habe, hieß es.