Militärroboter druckt Kaserne: Richtfest ohne Dachstuhl

Militärroboter druckt Kaserne: Richtfest ohne Dachstuhl
Militärroboter druckt Kaserne: Richtfest ohne Dachstuhl
Das US-amerikanische Bauforschungslaboratorium in Champaign im Bundestaat Illinois hat einen Roboter entwickelt, der ganze Gebäude drucken kann. Nach drei Jahren Entwicklung können die US-Ingenieure stolz auf ihre Maschine sein: Aus dem 3D-Drucker kann beispielsweise eine knapp 48 Quadratmeter große Betonkaserne kommen.

Der wichtigste Vorteil des Bauapparats besteht allerdings darin, dass er fast jede vor Ort befindliche Füllmasse zu Baustoff verarbeiten kann. Somit senkt diese Technologie wesentlich die Logistikkosten für Baumaterialien und erfordert um 62 Prozent weniger Baupersonal im Vergleich zu den herkömmlichen Kasernen aus Schichtholz. Darüber hinaus kann der Roboter Absperrungen und Rohrleitungen drucken.

Wie das Online-Portal der US-Armee berichtet, kann der 3D-Drucker auch von Rettungsdiensten benutzt werden, die nach Naturkatastrophen Notunterkünfte aufbauen. Was allerdings bei solchen Bauten fehlt, ist die Decke: Die gedruckte Konstruktion muss bislang im herkömmlichen Verfahren überdacht werden.

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Die Ingenieure aus Champaign haben zwar nicht verraten, wie lange der Roboter für eine Kaserne braucht. Ein ähnlicher, im Institut für Technologie Massachusetts (MIT) entwickelter 3D-Drucker errichtet aber ein gleich großes Gebäude innerhalb von 13,5 Stunden.