Niedrigwasser der Elbe legt explosive Wehrmachts-Ausrüstung frei

Niedrigwasser der Elbe legt explosive Wehrmachts-Ausrüstung frei
Niedrigwasser der Elbe legt explosive Wehrmachts-Ausrüstung frei
Der niedrige Pegelstand der Elbe hat in Sachsen Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Spaziergänger hätten im Landkreis Meißen ein Kochgeschirr der Wehrmacht im Elbschlamm entdeckt, teilte die Polizei am Donnerstag mit. In den Kochgefäßen hätten sich zahlreiche Gewehr- und Pistolenpatronen befunden. Die Polizei übergab den explosiven Fund an den Kampfmittelbeseitigungsdienst, der die Munition entsorgte.

Derartige Kriegsfunde kommen in letzter Zeit regelmäßig vor. So steht Frankfurt wegen einer Bombenentschärfung vor einer der größten Evakuierungen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Rund 70.000 Menschen müssen voraussichtlich am Sonntag ihre Wohnungen für einige Zeit verlassen, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. Unter anderem muss auch das Frankfurter Polizeipräsidium geräumt werden. Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war bei Bauarbeiten im Frankfurter Westend gefunden worden. Nach Angaben der Polizei muss ein Gebiet im Umkreis von 1,5 Kilometern um die Bombe geräumt werden. Es handle sich um eine 1,8 Tonnen schwere Sprengbombe vom Typ HC-4000, die im Zweiten Weltkrieg von britischen Bombern abgeworfen worden war, aber nicht gezündet hatte. (dpa)

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