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Als "unsensibel" gebrandmarkt: "Vom Winde verweht"-Vorstellung in Memphis abgesagt

Als "unsensibel" gebrandmarkt: "Vom Winde verweht"-Vorstellung in Memphis abgesagt
Als "rücksichtslos" gebrandmarkt: “Vom Winde verweht”-Vorstellung in Memphis abgesagt
Die Leitung des renommierten Kinos "Orpheum Theatre" in der US-amerikanischen Stadt Memphis hat die Vorführung des weltberühmten Klassikers "Vom Winde verweht" eingestellt. Der Grund dafür soll die Taktlosigkeit des Filmes gegenüber dem Großteil der einheimischen Bevölkerung sein.

Der im Jahr 1939 gedrehte Film wurde im Orpheum Filmtheater schon seit 34 Jahren gespielt. Aber diesmal weigerte sich die Leitung des Kinos, den Film wieder vorzuführen. Der Grund dafür soll die Flut der kritischen Äußerungen gewesen sein, die in diesem Jahr vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen in den USA enorm war. "Da Orpheum Theatre eine Organisation ist, zu deren Aufgaben die Unterhaltung, Bildung und Aufklärung der Allgemeinheit zählen, darf das Filmtheater keinen Film vorführen, der unsensibel gegenüber einer großen Bevölkerungsgruppe ist", heißt es aus der Erklärung von The Orpheum Theatre Group.

Dem Film liegt der Roman von Margaret Mitchell "Vom Winde verweht" zugrunde, der über den Sezessionskrieg in den USA aus dem Blickwinkel der im Süden lebenden Sklavenhalter berichtet. "Vom Winde verweht" erhielt acht Oscar-Auszeichnungen, eine davon gewann Hattie McDaniel, die erste mit einem Oscar ausgezeichneten Afroamerikanerin in der Geschichte. Der zum Klassiker gewordene Film wurde mehrmals dafür kritisiert, dass er Verständnis für den Süden und die südliche Sklavenhaltermentalität zeigt. Von einigen Kommentatoren im Internet wurde der Film jedoch auch als pädagogisch wertvoll angesehen, weil man daran aufzeigen können, was an dieser Mentalität falsch ist.

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