NATO muss erneut Umzugsplan ändern – Umzugskosten steigen weiter

NATO muss erneut Umzugsplan ändern – Umzugskosten steigen weiter
NATO muss erneut Umzugsplan ändern – Umzugskosten steigen weiter (Archivbild)
Die NATO muss erneut den Zeitplan für den Umzug in ihr neues Hauptquartier verschieben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde jüngst das Vorhaben aufgegeben, den Neubau bis Ende des Jahres komplett zu beziehen. Zudem dürften die Kosten deutlich über der von den Mitgliedstaaten vorgegebenen Höchstgrenze von 1,12 Milliarden Euro liegen.

Grund für die erheblichen Verzögerungen bei dem Umzug sind Probleme mit dem neuen IT-System, das höchste Sicherheitsstandards erfüllen muss. Nach NATO-Angaben soll über die Technik nicht nur die gesamte elektronische Kommunikation, sondern auch die komplette Bewachung des Gebäudes gesteuert werden. Um das Hauptquartier vor möglichen Terrorangriffen und Cyberattacken zu schützen, hat man ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem entwickelt. Es umfasst unter anderem mehr als 1.000 Kameras und Zugangskontrollsysteme mit Iris-Erkennung.

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Verantwortlich für die neue IT ist das US-Unternehmen Lockheed Martin. Ob es für die Verzögerungen zur Verantwortung gezogen werden wird, ist noch unklar. Das neue Nato-Hauptquartier hätte eigentlich bereits 2015 fertiggestellt werden sollen. Die neue Zentrale des Militärbündnisses steht auf einem Gelände in unmittelbarer Nähe des alten Hauptquartiers im Nordosten der belgischen Hauptstadt. Das Bündnis residiert seit 1967 in einer Zentrale, die eigentlich nur als vorübergehende Lösung gedacht war.