Moral gegen Massenkultur in Australien: "Game of Thrones"-Straßenname wegen Inzest-Bezugs verboten

Moral gegen Massenkultur in Australien: "Game of Thrones"-Straßenname wegen Inzest-Bezugs verboten
Inzest-Bezug unzulässig: Australier verbieten "Game of Thrones"-Straßennamen
Baratheon, Greyjoy und Targaryen - das sind Charaktere der US-Kultserie "Game of Thrones" und seit kurzem auch Straßennamen in einer neuen Wohnsiedlung in Australien. Doch das schmeckt nicht jedem: Der Bauherr des Wohngebiets ist von der örtlichen Behörde dazu gezwungen worden, die Lannaster Road umzubenennen. Der Grund: In der Serie haben die namensgebenden Lannister-Geschwister eine romantische Beziehung.

"Sie haben das Verbot des Straßennamens damit begründet, dass es einen Verweis zu Inzest gibt", sagte der Bauunternehmer Gary Smith am Mittwoch (Ortszeit) der australischen Lokalzeitung Geelong Advertiser. Ein Name einer Straße dürfe nicht zum Ärgernis der allgemeinen Öffentlichkeit werden oder seit langem bestehende, gemeinschaftliche Werte beeinträchtigen, so die Behörde.

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Da habe es auch nicht geholfen, dass er den Namen der Straße in der 80 Kilometer südwestlich von Melbourne gelegenen Stadt Great Geelong von "Lannister" in "Lannaster" umgewandelt habe, um den Bezug zur Serie weniger offensichtlich zu machen. Die anderen "Game of Thrones"-Straßennamen dürfen weiterhin verwendet werden. (dpa)