Prozess in Cottbus: Gescheiterter Kandidat will Apfelkönigin vom Thron stoßen

Prozess in Cottbus: Gescheiterter Kandidat will Apfelkönigin vom Thron stoßen
Prozess in Cottbus: Gescheiterter Kandidat will Apfelkönigin vom Thron stoßen
In der brandenburgischen Kleinstadt Guben ist das Ehrenamt als Apfelkönigin so beliebt, dass sogar vor Gericht um den Thron gestritten wird. Ein gescheiterter Apfelkönig-Kandidat einer brandenburgischen Kleinstadt hat vor dem Amtsgericht Cottbus in Guben am Dienstag den Vorwurf der Wahlmanipulation erhoben. Der 42-Jährige will mit seiner Klage erreichen, dass die amtierende Apfelkönigin von Guben abtreten muss und die Abstimmung für ungültig erklärt wird.

Die Justiz muss in diesem Verfahren klären, ob die Wahl zur Apfelkönigin im September 2016 gültig war oder nicht. Marko Steidel will mit seiner Klage erreichen, dass die amtierende Apfelkönigin Antonia Lieske keine Auftritte mehr als Hoheit absolvieren darf. Nicht mehr dem Volk zuwinken, keine Hände mehr schütteln, keine Krone mehr richten. Steidel ist überzeugt: Die Wahl war manipuliert. Der Anwalt des örtlichen Tourismusvereins, der die jährliche Krönung ausrichtet, hält die Vorwürfe dagegen für haltlos.

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Marko Steidel isst gerne Äpfel und Apfelkuchen. Aber das war nicht der Grund, warum er sich um den Königstitel bewarb, wie er erläutert. Es wäre sein erster Adelstitel gewesen, wenn es beim "Appelfest" geklappt hätte. Dass die Amtszeit der jetzigen Apfelkönigin in einigen Wochen mit der nächsten Wahl ohnehin vorbei sein wird, beeinflusst sein juristisches Vorgehen nicht. Es gehe um Gerechtigkeit, sagt der 42-Jährige.

Als ein Argument nennt er, dass seine Kontrahentin bei der Wahl keinen Führerschein gehabt habe. Das habe es bei allen anderen Apfelköniginnen davor nicht gegeben. Der Verein Marketing und Tourismus Guben beteuert, dass ein Führerschein aber keine Bedingung gewesen sei. (dpa)

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