6. Jahrhundert nach Christus: Antiker Mosaikboden in Jerusalem ausgegraben

6. Jahrhundert nach Christus: Antiker Mosaikboden in Jerusalem ausgegraben
6. Jahrhundert nach Christus: Antiker Mosaikboden in Jerusalem ausgegraben
Ein rund 1.500 Jahre alter Mosaikboden ist bei Kabelarbeiten nahe der Jerusalemer Altstadt entdeckt worden. Das Mosaik zeigt eine griechische Inschrift, die den oströmischen Kaiser Justinian I. erwähnt, wie die Israelische Altertumsbehörde am Mittwoch mitteilte.

Das 1,14 Meter mal 80 Zentimeter große Steinkunstwerk habe sich rund einen Meter unter der Erde befunden. Nun werde es in den Mosaikwerkstätten der Altertumsbehörde behandelt.

Die Experten gehen davon aus, dass das Mosaik sich in einem Hostel für Pilger befunden hatte. Die Inschrift nennt "unseren frommsten Kaiser Flavius Justinian" und einen gottesfürchtigen Abt und Mönch namens Konstantin. Der Fundort liegt in der Nähe des Damaskustores.

"Diese Inschrift erinnert an die Gründung des Gebäudes durch Konstantin, den Priester", sagte Leah Di Segni, Expertin für historische griechische Inschriften von der Hebräischen Universität in Jerusalem. Das Mosaik könne nach historischen Quellen auf 550/551 nach Christus datiert werden.

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"Jeder Archäologe träumt davon, eine Inschrift in seinen Ausgrabungen zu finden, besonders eine, die so gut erhalten und fast komplett intakt ist", sagte der Direktor der Ausgrabung, David Gellman. (dpa)