Blutige Tradition: 462 Verletzte bei "Steinkrieg" in Indien

Blutige Tradition: 462 Verletzte bei "Steinkrieg" in Indien
Blutige Tradition: 460 Verletzte bei Steinwerfenfest in Indien
Im Laufe der traditionellen Feierlichkeiten "Gotmar Mela", die jedes Jahr an der Grenze der zwei indischen Bundesstaaten Madhya Pradesh und Maharashtra stattfinden, bewerfen sich deren Teilnehmer einander mit Steinen. Dabei sind 462 Menschen verletzt worden, berichtet die Zeitung India Today.

Am Fest beteiligen sich Bewohner der von einem kleinen Fluss getrennten Dörfer Sawargaon und Pandhurna. Dabei gilt es, eine kleine Insel mitten im Fluss zu erreichen und eine dort hängende Fahne zu ergreifen. Die rivalisierenden Mannschaften versammeln sich an den gegenüberliegenden Ufern und beginnen nach dem Startsignal, das gegnerische Team mit Steinen zu bewerfen.

In diesem Jahr hat sich das Fest zu einem Aufruhr ausgewachsen: Als die Teilnehmer anfingen, auf die Polizei und Ärzte Steine zu werfen, wurden sie mit Tränengas besprüht. 

Das Fest hat eigentlich eine jahrhundertelange Tradition und beruht auf einer Legende. Vor 300 Jahren soll ein Junge aus Pandhurna ein Mädchen aus Sawargaon entführt haben. Als die Jugendlichen den Fluss durchquerten, bewarfen die Sawargaon-Bewohner die beiden mit Steinen.

Mehr lesen - Bis das "Talaq" uns scheidet: Islamische Scheidung durch Verstoßung in Indien verboten