Rassistische Technologien: Afrikaner bekommt keine Seife aus automatischem Seifenspender [VIDEO]

Rassistische Technologien: Afrikaner bekommt keine Seife aus automatischem Seifenspender [VIDEO]
Ein Nigerianer aus Lagos ist mit einem unvermuteten Problem konfrontiert worden: Er konnte wegen seiner Hautfarbe keine Seife aus dem mit einem Infrarot-Sensor ausgestatteten Seifenspender bekommen. Ein virales Video zeigt, wie der Afrikaner erfolglos versucht, dem Gerät Seife abzutrotzen.

Chukwuemeka Afigbo aus Nigeria teilte diese Videoaufnahme auf Twitter. Das Video zeigt, wie ein Mann mit weißer Hautfarbe problemlos Seife aus dem Seifenspender nimmt. Danach versucht ein Mann mit schwarzer Hautfarbe dasselbe zu tun, aber diesmal ohne Erfolg. "Viel zu schwarz", meint einer der Männer. Schließlich wird der Ausweg gefunden: Der Afrikaner hält ein weißes Papiertuch vor den Infrarot-Sensor, was sofort Wirkung zeigt. Endlich kann er sich die Hände waschen. 

Chukwuemeka Afigbo, der auf Facebook als Leiter der Plattform für Partnerschaften im Nahen Osten und in Afrika tätig ist, behauptet, dass der Zwischenfall die Bedeutung der Vielfalt in der Technologie veranschaulicht. Hätte ein schwarzer Mann zu den Produktentwicklern gehört, wäre ein besseres Gerät entstanden, schreibt der Nigerianer.

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Einige Internet-Nutzer glauben, dass der Zwischenfall auf ein technisches Versagen des Infrarot-Sensors zurückzuführen sei. Andere meinen, dass es in der High-Tech-Branche an multinationalem Personal mangele.

Automatische Seifenspender werden mittels eines Sensors aktiviert, der infrarotes Licht ausstrahlt und die Lichtmenge misst, die von Objekten in seinem Blickfeld zurückreflektiert wird. Das Problem besteht darin, dass der Seifenspender nur dann funktioniert, wenn genug Licht zurückgeworfen wird. Damit der Seifenspender nicht mehr rassistisch wirkt und auch andere Hautfarben erkennt, soll die Empfindlichkeit seines Sensors gesteigert werden. 

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