Erdbeben auf italienischer Urlaubsinsel Ischia fordert mindestens zwei Menschenleben

Erdbeben auf italienischer Urlaubsinsel Ischia fordert mindestens zwei Menschenleben
Erdbeben auf italienischer Urlaubsinsel Ischia fordert mindestens zwei Menschenleben
Ein Erdbeben hat die italienische Urlaubsinsel Ischia am Montagabend gegen 21.00 Uhr heimgesucht und mindestens zwei Menschen zum Opfer gefordert. Die italienische Erdbebenwarte INGV gab die Stärke des Erdstoßes mit 4,0 an. Eine Frau wurde von Brocken einer Kirche erschlagen. Eine zweite Frau starb unter den Trümmern ihres Hauses. Mindestens fünf Menschen konnten lebend aus Trümmern geborgen werden. Mehr als 25 Menschen erlitten Verletzungen.

Besonders betroffen waren die Orte Casamicciola und Lacco Ameno. Auf Fotos waren eingestürzte Häuser und Menschen auf der Straße zu sehen. Touristen und Bewohner seien in Panik auf die Straße gelaufen, berichteten italienische Medien. Mancherorts sei der Strom ausgefallen. Hotels seien evakuiert worden. Die Behörden stellten noch in der Nacht im Hafen von Ischia und in Casamicciola drei Fähren bereit, um verschreckten Urlaubern und Besuchern ein Verlassen der Insel zu ermöglichen. Die erste Fähre in Richtung Neapel legte bereits in den frühen Morgenstunden ab.

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Die Insel mit vulkanischem Ursprung ist vor allem im Sommer bei Urlaubern sehr beliebt. Bundeskanzlerin Angela Merkel macht dort regelmäßig Osterurlaub. Die Insel liegt in der Nähe der Phlegräischen Felder, die zu den weltweit wenigen Dutzend so genannten Supervulkanen zählen. Im Jahr 1883 sind bei einem Beben auf Ischia rund 2.300 Menschen ums Leben gekommen.