Zehntausende marschieren in Boston gegen Hass

Zehntausende marschieren in Boston gegen Hass
Zehntausende marschieren in Boston gegen Hass
Eine Woche nach der Gewalteskalation in Charlottesville haben am Samstag in der US-Ostküstenmetropole Boston Zehntausende Menschen gegen Rassismus und Hass demonstriert. Der Friedensmarsch in Boston richtete sich zugleich gegen eine - bei weitem kleinere - Kundgebung, die zur selben Zeit in einem Park stattfand. Obwohl sie nach Angaben der Organisatoren dazu diente, für das Recht auf freie Meinungsäußerung einzutreten, sahen die Gegendemonstranten rechtsextreme Motive hinter der Versammlung.

Beide Aufzüge wurden von einem starken Polizeiaufgebot begleitet, um eine Wiederholung der Gewaltszenen von Charlottesville zu verhindern. In Boston gelang es, beide Lager voneinander zu trennen. Teils mussten Polizisten eine Kette bilden, um die Gegendemonstranten zurückzudrängen. Nach Polizeiangaben gab es nur vereinzelte Zwischenfälle und insgesamt 27 Festnahmen. Verletzte oder Sachschäden habe es nicht gegeben.

US-Präsident Donald Trump lobte die Friedensdemo, an der nach Schätzungen der Polizei bis zu 40.000 Menschen teilgenommen hatten.

Unser großartiges Land ist seit Jahrzehnten geteilt. Manchmal muss man protestieren, um zu heilen, und wir werden heilen und stärker sein als je zuvor!"

Ich möchte den vielen Protestierenden in Boston applaudieren, die ihre Stimme gegen Bigotterie und Hass erheben. Unser Land wird bald als ein geeintes zusammenkommen!", schrieb der US-Präsident auf Twitter.

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