Venezuelas Ex-Generalstaatsanwältin Luisa Ortega flieht nach Kolumbien

Venezuelas Ex-Generalstaatsanwältin Luisa Ortega flieht nach Kolumbien
Venezuelas Ex-Generalstaatsanwältin Luisa Ortega flieht nach Kolumbien
Die von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro abgesetzte Generalstaatsanwältin Luisa Ortega ist trotz eines Ausreiseverbots nach Kolumbien geflohen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Abgeordneten Germán Ferrer, landete sie am Freitag in der Hauptstadt Bogotá. Ortega war zunächst per Boot auf die Karibikinsel Aruba übergesetzt und von dort in einem Privatflugzeug nach Kolumbien geflogen.

Begleitet wurde das Ehepaar von einer Mitarbeiterin der Ex-Generalstaatsanwältin und dem früheren Anti-Korruptions-Anwalt Arturo Vilar.

Lange Zeit gehörte Luisa Ortega selbst zur Nomenklatur im sozialistischen Staat und trug die Regierungspolitik mit. Sie brach erst mit Nicolás Maduro, als der Oberste Gerichtshof im März 2017 dem von der Opposition dominierten Parlament vorübergehend wichtige Kompetenzen entzog. Als der Präsident eine Verfassungsgebende Versammlung bilden und die Abgeordneten endgültig entmachten ließ, warf sie der Regierung vor, Venezuela zu einer Diktatur umbauen zu wollen. Nach dem Zerwürfnis mit Nicolás Maduro wurde sie abgesetzt. Ihre Wohnung wurde durchsucht. Ihr Ehemann Germán Ferrer wurde beschuldigt, an der Spitze eines Korruptionsnetzwerks zu stehen und Geld auf Konten im Ausland geparkt zu haben. Der neue Generalstaatsanwalt Tarek William Saab forderte seine Festnahme. (dpa)

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