Schwedische Gefängnisinsassen erheben Protest gegen grobes Klopapier

Schwedische Gefängnisinsassen erheben Protest gegen grobes Klopapier
Schwedische Gefängnisinsassen erheben Protest gegen grobes Klopapier
Häftlinge eines schwedischen Gefängnisses, zu dessen Vornehmlichkeiten auch eine Sauna zählt, beschwerten sich wegen des viel zu groben Toilettenpapiers, berichtet die schwedische Tageszeitung Svenska Dagbladet. Um das Problem zu lösen, haben die Strafgefangenen, die eine Freiheitsstrafe in der Salberga-Haftanstalt verbüßen, eine Beschwerde über standardmäßiges Klopapier, das „grob, unbequem und einlagig“ ist, an den Justiz-Ombudsmann geschickt.

Häftlinge der Salberga-Hochsicherheitshaftanstalt legten eine Beschwerde beim Ombudsmann ein, in der sie ihren Wunsch nach weicherem Toilettenpapier erklärten. Aufgrund der stressbegleiteten Gefangenschaft und der Qualität des Gefängnisessens neigen die Sträflinge dazu, öfter auf die Toilette zu gehen, was bei ihnen eine rechtmäßige Besorgnis über die Qualität des Klopapiers auslöst. Der Ombudsmann hat die Beschwerde bislang nocht nicht kommentiert. 

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Das Salberga-Gefängnis wurde 2007 als Hochsicherheitseinrichtung gegründet. Derzeit beherbergt diese Haftanstalt Mörder und andere Gewalttäter, denen es erlaubt ist, miteinander in Kontakt zu treten, zu kochen und sogar die Wäsche selbst zu machen. Außerdem hat diese Einrichtung einen Fitnessraum sowie eine Sauna.

Das schwedische Gerichtssystem ist weltweit dafür bekannt, dass der Schwerpunkt des Strafvollzugs nicht nur bei der Bestrafung, sondern auch bei der Resozialisierung der Häftlinge liegt.