Flugbegleitergewerkschaft: Air Berliner müssen sich als Berufsanfänger neu bewerben

Flugbegleitergewerkschaft: Air Berliner müssen sich als Berufsanfänger neu bewerben
Flugbegleitergewerkschaft: Air Berliner müssen sich als Berufsanfänger neu bewerben
Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat vor sozialen Härten bei der Zerschlagung der Fluggesellschaft Air Berlin gewarnt. Nach deren Informationen solle das fliegende Personal nicht direkt übernommen werden, sondern müsste sich bei den übernehmenden Airlines als Berufsanfänger neu bewerben, sagte Tarifvorstand Nicoley Baublies. Das gelte auch für die Lufthansa-Tochter Eurowings, die sich nach Informationen der Süddeutschen Zeitung einen Großteil der Air-Berlin-Flotte sichern will.

Für altgediente Air-Berlin-Flugbegleiter würde ein Wiedereinstieg als Berufsanfänger Einkommensverluste von bis zu 80 Prozent bedeuten, sagte Baublies. Die Verträge sollten dann möglicherweise befristet sein, was weitere Risiken im Fall einer Arbeitslosigkeit beinhalte. "Die Bieter wollen nur das Blech, und die Leute können sehen, wo sie bleiben", kritisierte er.

Baublies appellierte an die Politik, die Arbeitsplätze zu aktuellen Bedingungen zu sichern. "Mit dem 150-Millionen-Kredit sollten schließlich die Jobs gerettet werden." Das müsse nun auch in den Verhandlungen durchgesetzt werden. Der Lufthansa-Konzern habe angesichts der aktuellen Rekordgewinne und der zu erwartenden zusätzlichen Geschäfte auch gar keinen Grund, die Mannschaft der Air Berlin schlecht zu behandeln. (dpa)

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