Muslimin bekommt 85.000 US-Dollar Ausgleich für das von Polizisten abgerissene Kopftuch

Muslimin bekommt 85.000 US-Dollar Ausgleich für das von Polizisten abgerissene Kopftuch
Muslimin bekommt 85.000 US-Dollar Ausgleich
Eine Muslimin aus der kalifornischen Stadt Long Beach hat von den lokalen Behörden 85,000 US-Dollar als Entschädigung dafür erhalten, dass ein Polizeibeamter ihr ein Kopftuch vor seinen männlichen Kollegen runtergerissen hatte.

Kirsty Powell erhob eine Anklage, nachdem ein Polizist keine Rücksicht auf ihre religiösen Überzeugungen genommen und ihr ein Kopftuch vor anderen Männern bei der Durchsuchung abgenommen hatte, berichtet The Independent. Der Rat für Amerikanisch-Islamische Beziehungen (CAIR), der Interesse der Betroffenen vor Gericht vorstellte, beharrte darauf, dass Powell von weiblichen Polizei-Mitarbeiterinnen in einem separaten Raum hätte durchsucht werden können. Ohne auf ein Gerichtsurteil zu warten, schlugen die einheimischen Behörden eine außergerichtliche Streitbeilegung vor, die von der Klägerin angenommen wurde. 

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Die betroffene Frau wurde im Jahre 2015 festgenommen, als ihr Auto, in dem sie mit ihrem Mann war, von der Polizei angehalten wurde. Dabei stellte es sich heraus, dass gegen sie ein Haftbefehl wegen des Diebstahl-Verdachts vor 10 Jahren ausgestellt worden war. Powell wurde ins Polizeirevier gebracht, wo ihr, trotz der Argumentation, dass die Frau aus religiösen Gründen nur von Frauen angefasst werden darf, ein Kopftuch abgenommen wurde. Die Muslimin verbrachte die Nacht in einer Zelle ohne Hijab und fühlte sich "niedergeschlagen, schutzlos und nackt".

Außer der Entschädigung hatte der Zwischenfall ein anderes Resultat: Das Ereignis trug dazu bei, dass die örtliche Polizei ihre Haltung änderte und den Insassen in den städtischen Gefängnissen erlaubte, ihre Kopfbedeckung weiterzutragen.