Weitere Firmenchefs verlassen Donald Trumps Beratergremium

Weitere Firmenchefs verlassen Donald Trumps Beratergremium
Intel-Vorstand Brian Krzanich zeigt US-Präsident Donald Trump einen Wafer zur Herstellung von Mikrochips; 8. Februar 2017
In der Nacht zum Dienstag haben zwei weitere Konzernchefs ihren Dienst in einem Beratergremium des US-Präsidenten quittiert. Nach dem Rücktritt des Merck & Co-Chefs Kenneth Frazier am Montag folgten nun die Geschäftsführer von Intel und Under Armour, Brian Krzanich und Kevin Plank. Damit protestierten diese nach eigenen Angaben gegen Donald Trumps Reaktion auf die Ereignisse in Charlottesville.

Die beiden Vorstandschefs teilten ihren Rückzug aus einem Gremium, das den Präsidenten in Industriefragen berät, via Firmenblog beziehungsweise Twitter mit. "Ich trete zurück, weil ich Fortschritte machen möchte, während viele Leute in Washington mehr damit beschäftigt zu sein scheinen, jeden zu attackieren, der nicht mit ihnen übereinstimmt", begründete Brian Krzanich seinen Schritt.

Nach dem Rückzug des Afroamerikaners Kenneth Frazier hatte Donald Trump den Firmenchef sowie das Unternehmen via Twitter scharf kritisiert.

In Charlottesville im Bundesstaat Virginia war es am Wochenende bei einer Kundgebung von Rassisten und Neonazis zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten gekommen. Bei einer Attacke eines mutmaßlichen Rechtsextremisten mit einem Auto starb eine 32-jährige Frau, 19 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. (dpa)

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