Chinese stirbt nach zwei Tagen in Reha-Zentrum für Internetsüchtige

Chinese stirbt nach zwei Tagen in Reha-Zentrum für Internetsüchtige
Chinese stirbt nach zwei Tagen in Reha-Zentrum für Internetsüchtige (Symbolbild)
Ein chinesischer Teenager ist nach zwei Tagen in einem Rehabilitationszentrum für Internetsüchtige ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich Anfang August in der Provinz Anhui im Osten des Landes. Die Leiche des 18-jährigen Netz-Junkies wies mehrere Verletzungen auf. Die genaue Todesursache blieb vorerst unklar.

Die örtliche Polizei verhaftete den Direktor des Rehabilitationszentrums und vier Lehrkräfte. Die Heilanstalt musste bis auf Weiteres schließen. Die Eltern des Opfers teilten mit, sie hätten ihren Sohn in die Entzugskur geschickt, weil sie selbst kein Rezept mehr gegen dessen Internetabhängigkeit gekannt hätten. Die Kurveranstalter hätten für das Programm mit "psychologischer Beratung" und "körperlichem Training" geworben.      

Seit der letzten Zeit floriert in China das Geschäft mit allerlei Entzugsprogrammen für Internetsüchtige. Heilung versprechen dabei sowohl staatliche Krankenhäuser als auch private Kliniken. Einige Behandlungsmethoden sind aber recht fraglich. Mitte Januar haben die chinesischen Behörden nach mehreren Skandalen sogar vorgeschlagen, Elektroschocktherapien zur Heilung dieser Art von Abhängigkeit zu verbieten. (Lenta.ru/BBC)

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