Russischer Impfstoff gegen Ebolafieber wird in Guinea getestet

Russischer Impfstoff gegen Ebolafieber wird in Guinea getestet
Russischer Impfstoff gegen Ebolafieber wird in Guinea getestet
In der Republik Guinea hat die Erprobung des russischen Impfstoffes gegen das Ebolafieber begonnen. An dem Test werden gut 1.000 Freiwillige teilnehmen. Experten werden sie im Laufe eines Jahres nach der Impfung genau beobachten.

Für den groß angelegten Test hat Guineas Gesundheitsministerium zusammen mit Russlands Gesundheitsbehörde und dem russischen Aluminiumhersteller RUSAL   ein extra Komitee gebildet. Der russische Impfstoff heißt "GamEwak-Kombi" und ist in dem Moskauer Forschungsinstitut für Epidemiologie und Mikrobiologie entwickelt worden. Die Vorteile des Medikaments sind seine lange Wirkung und die Abwesenheit ernsthafter Nebenwirkungen. Sein einziger Nachteil sind bisher nur die Lagerungskonditionen: Um wirksam zu bleiben, muss der Impfstoff bei minus 20 Grad Celsius aufbewahrt werden. Zurzeit tüfteln die russischen Ärzte an einer Variante, die auch bei plus vier Grad Celsius an ihrer Qualität nicht einbüßt. "GamEwak-Kombi" ist momentan der einzige offiziell registrierte Impfstoff gegen das Ebolafieber in Russland.

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In Westafrika waren bei der bislang weltweit größten Ebola-Epidemie in den Jahren 2014 und 2015 ungefähr 11.000 Menschen gestorben - die weitaus meisten davon in Guinea, Liberia und Sierra Leone. Dieser Ausbruch wurde Anfang 2016 für beendet erklärt.

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