Fipronil-Skandal: Aldi nimmt Eier aus dem Verkauf – bei Rewe, Edeka und Lidl Regale weiter voll

Fipronil-Skandal: Aldi nimmt Eier aus dem Verkauf – bei Rewe, Edeka und Lidl Regale weiter voll
Fipronil-Skandal: Aldi nimmt Eier aus dem Verkauf – bei Rewe, Edeka und Lidl Regale weiter voll
Angesichts des Skandals um giftbelastete Eier hat sich Deutschlands größter Discounter Aldi zu einem radikalen Schritt entschlossen. Er nahm alle Eier aus dem Verkauf, egal, ob es einen Hinweis auf eine Belastung mit dem Schädlingsbekämpfungsmittel Fipronil gab oder nicht. In die Regale sollen künftig nur noch Eier kommen, die negativ auf Fipronil getestet wurden. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, für die Kunden sollten Klarheit und Transparenz geschaffen werden, hieß es.

Edeka, Rewe und Lidl wollen auf einen so radikalen Schritt zunächst verzichten. Ein Rewe-Sprecher betonte am Freitag, das Unternehmen sehe derzeit "keine Veranlassung" zu einer solchen Maßnahme. Rewe beobachte die Entwicklung aber genau. "Sollten wir im Sinne unserer Kunden zu der Erkenntnis kommen, dass weitergehende Schritte notwendig werden, so werden wir entsprechend reagieren", sagte der Leiter des Rewe-Qualitätsmanagements, Klaus Mayer.

Mehr lesenLäusebekämpfungsmittel Fipronil auch in deutschen Eier-Betrieben genutzt

Ganz ähnlich äußerte sich Edeka. Der Handelsriese wies außerdem darauf hin, dass die Eier der Edeka-Eigenmarken ausschließlich aus Deutschland stammten. Bislang liege dem Unternehmen kein Nachweis von Fipronil darin vor.

Lidl erklärte: "Bei unauffälligen Beprobungen sehen wir keine Veranlassung, Ware kategorisch aus dem Verkauf zu nehmen". Das Unternehmen nehme jedoch künftig ebenfalls nur noch Eier von Lieferanten an, die nachweislich negativ auf Fipronil getestet worden seien. (dpa)

Mehr lesenMillionen Eier in den Niederlanden verseucht