Gesetz könnte 5.000 Drogenschmuggler im Iran vor Hinrichtung retten

Gesetz könnte 5.000 Drogenschmuggler im Iran vor Hinrichtung retten
Gesetz könnte 5.000 Drogenschmuggler im Iran vor Hinrichtung retten (Symbolbild)
Ein neues Gesetz im Iran könnte über 5.000 Drogenschmuggler vor einer Hinrichtung bewahren. „Sobald das neue Drogengesetz verabschiedet ist, könnte Todesurteile für 5.000 Gefangene in Haftstrafen umgewandelt werden“, sagte der Abgeordnete Hassan Norusi am Montag. Die Details des neuen Gesetzes müssten nach den Sommerferien im Parlament nochmal überprüft werden, zitierte die Nachrichtenagentur Ilna Noursi, der Mitglied im Justizausschuss ist.

Schon seit letztem Jahr sind die Zweifel im Iran am Nutzen der Todesstrafe im Kampf gegen Drogenkriminalität gewachsen. Einem Bericht des Untersuchungsausschusses der Justiz zufolge haben die Hinrichtungen in den letzten Jahren wenig bewirkt. Die Menge und Vielfalt der in den Iran geschmuggelten Drogen sind eher mehr als weniger geworden. Für den Ausschuss sind daher lange Haftstrafen zusammen mit Zwangsarbeit wirksamer als Hinrichtungen.

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Der Iran gehört weltweit zu den Ländern mit der größten Zahl an Hinrichtungen. Im Jahr 2015 wurden dort nach Angaben von Amnesty International 977 Todesurteile vollstreckt. Seit Jahresbeginn sollen bereits mehr als 700 Menschen hingerichtet worden sein. Meist ging es um Drogenkriminalität oder um sexuellen Missbrauch von Kindern. (dpa)

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