Atomkraftwerk Brokdorf darf wieder ans Netz

Atomkraftwerk Brokdorf darf wieder ans Netz
Atomkraftwerk Brokdorf darf wieder ans Netz
Das im Februar wegen rostiger Brennstäbe vom Netz genommene Atomkraftwerk Brokdorf in Schleswig-Holstein darf wieder hochgefahren werden. Die örtliche Atomaufsicht hat die Zustimmung am Samstagabend erteilt. Allerdings gelten Beschränkungen. So wird die Leistung des AKW zunächst auf 88 Prozent reduziert. Später darf sie maximal 95 Prozent erreichen.

Im Zuge der Jahresrevision war Rost an Brennstäben festgestellt worden, der nicht nur dicker war, sondern auch schneller und an anderen Stellen auftrat als erwartet. Experten fanden heraus, dass zu der auffälligen Oxidation der Brennstäbe außer dem Hüllrohrmaterial auch die im Jahr 2006 erhöhte Leistung und ein immer häufigeres schnelles Hoch- und Herunterfahren des Reaktors geführt hatten.

Am Sonnabend demonstrierten ungefähr 80 Atomkraftgegner gegen das Wiederanfahren des Meilers. Sie forderten unter anderem einen Verzicht auf die rostanfälligen M5-Brennstäbe und eine Reduzierung der Leistung auf 80 Prozent. Die Anlage hat eine Restlaufzeit bis zum Jahr 2021. (dpa)

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