Philippinische Polizei erschießt Bürgermeister während Anti-Drogen-Razzia

Philippinische Polizei erschießt Bürgermeister während Anti-Drogen-Razzia
Philippinische Polizei erschießt Bürgermeister während Anti-Drogen-Razzia (Archivbild)
Die philippinische Polizei hat während einer Anti-Drogen-Razzia in der Stadt Ozamiz den Bürgermeister sowie seine sechs Verwandten und Leibwächter erschossen. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag, als die Polizeikräfte mit einem Haftbefehl gegen das Stadtoberhaupt Reynaldo Parojinog, seine Tochter und vier weitere Beamte an die Haustür klopften.

Die Verdächtigen eröffneten das Feuer. Sieben Menschen kamen im Schusswechsel ums Leben. Bei ihnen handelte es sich um Verwandte und Leibwächter des mutmaßlichen Drogendealers. Die Tochter des erschossenen Bürgermeisters, die übrigens auch seine Stellvertretende war, wurde in Gewahrsam genommen.

Zuvor hatte der philippinische Präsident, Rodrigo Duterte, das Stadtoberhaupt von Ozamiz auf eine Liste der wegen Drogenkriminalität verdächtigten Politiker gesetzt. Reynaldo Parojinog wies jede Verwicklung in den Drogenhandel von sich zurück.

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Die Stadt Ozamiz zählt 150.000 Einwohner und befindet sich auf der Insel Mindanao, auf der die Armee seit dem 23. Mai gegen Islamisten vorgeht. In der Region gilt das Kriegsrecht. (TASS/RIA Nowosti)

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