Mallorca: Einheimische "schließen" aus Protest gegen Massentourismus Ministerium

Mallorca: Einheimische "schließen" aus Protest gegen Massentourismus Ministerium
Mallorca: Einheimische "schließen" aus Protest gegen Massentourismus Ministerium (Archivbild)
Eine Bürgerinitiative Mallorcas hat gegen den Massentourismus auf der spanischen Urlaubsinsel protestiert. Mitglieder der Organisation "Ciutat per qui l'habita" ( auf Deutsch "Die Stadt für die Bewohner") sperrten am Samstag in Palma symbolisch das Tourismusministerium der Balearen. Sie klebten Zettel mit der Aufschrift "geschlossen" an die Eingangstür des Gebäudes.

Eine Sprecherin der Vereinigung las eine Botschaft vor und kritisierte dabei unter anderem die Vermietung von Ferienwohnungen in Mehrfamilienhäusern, die das Angebot für die Einheimischen reduziere und die Immobilienpreise nach oben treibe. Die Wirtschaft sei für die Regierenden wichtiger als das Recht auf eine Wohnung, hieß es.

Die Probleme des Tourismus und die rapide wachsenden Besucherzahlen lösen auf Mallorca immer mehr Kritik aus. Palma-Bürgermeister Antoni Noguera erklärte Anfang des Monats nach mehreren Prügeleien zwischen Touristen, man wolle keine Besucher, die "durch Besäufnisse und Schlägereien" Probleme bereiten. Am Freitag machte die Chefin der städtischen Reinigungsfirma von Palma, Neus Truyol, den Tourismus für die wachsenden Müllmengen mitverantwortlich. Sie wies darauf hin, dass in besonders stark von Touristen aufgesuchten Vierteln der Müll zweimal am Tag eingesammelt werden müsse. (dpa)

Mehr lesen:  Festgenommener mutmaßlicher Dschihadist plante Messer-Massaker auf Mallorca