Es gibt kein Bier in Pjöngjang: Nordkorea streicht sein Oktoberfest wegen Dürre

Es gibt kein Bier in Pjöngjang: Nordkorea streicht sein Oktoberfest wegen Dürre
Es gibt kein Bier in Pjöngjang: Nordkorea streicht sein Oktoberfest wegen Dürre
Die nordkoreanischen Behörden haben das Taedonggang-Bier-Festival gestrichen, das am 26. Juli zum zweiten Mal in der Geschichte des Landes hätte beginnen sollen. Der offizielle Grund wurde zwar nicht genannt. Der US-Fernsehsender CNN berichtete jedoch unter Berufung auf chinesische Reisebüros, dass sich das Land auf eine starke Dürre gefasst mache.

Nach Angaben von CNN erhielten die Reisebüros Koryo Tours und Young Pioneer Tours am Sonntag eine offizielle Benachrichtigung aus Nordkorea, nach der das Festival in diesem Jahr doch nicht stattfinden würde. Simon Cockerell, Generalmanager von Koryo Tours, erklärte, es wäre schlecht angesehen, wenn die Mittelschicht von Pjöngjang feiern würde, während die Bauern gegen die Dürre kämpften. Dabei hatten die Staatsmedien in der vorigen Woche viel Werbung für die Veranstaltung gemacht und mit großem Pomp sogar eine neue Weizenbiersorte versprochen. 

Im vergangenen August hatte die feuchtfröhliche Veranstaltung in Pjöngjang rund 45.000 Bierliebhaber versammelt. Die meisten Teilnehmer kamen zwar aus dem streng gesitteten Land, doch auch mehrere neugierige Touristen waren auf den "Wiesn" zu sehen.

Nach UN-Angaben könnte die jetzige Dürre in Nordkorea die schlimmste seit dem Jahr 2001 sein. Insbesondere die Erträge von Reis und Mais könnten in diesem Jahr gering ausfallen.

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