Ehemalige Heroin-Abhängige wirbt für Abstinenz mit Bildern aus ihrer Suchtzeit

Ehemalige Heroin-Abhängige wirbt für Abstinenz mit Bildern aus ihrer Suchtzeit
Ehemalige Heroin-Abhängige wirbt für Abstinenz mit Bildern aus ihrer Suchtzeit
Melissa Lee Matos aus dem US-Bundesstaat West Virginia hat eine lange Zeit gegen Drogensucht gekämpft. Jetzt ist sie bereits seit einem Jahr und fünf Monaten "clean" und möchte auch andere Süchtige dazu bewegen, von Drogen loszukommen. Die Aufnahmen wurden letzte Woche veröffentlicht, RT Deutsch zeigt sie im Rahmen des heutigen Gedenktages für verstorbene Drogenabhängige. Dieser findet seit 1998 jedes Jahr in Deutschland und seit Kurzem auch international statt.

"So sah ich aus, jeden Tag, Jahre lang. Damit mussten mein Mann und meine Töchter leben",

schrieb Matos in ihrem Beitrag und fuhr fort:

"Ich war krank. Ich starb. Ich ging so weit, dass ich dachte, ich werde nie genesen. Ich war so verloren, dass ich mir kein Leben ohne Konsum vorstellen konnte. Ich wollte einfach nur sterben. Ich begriff nicht, dass ich beinahe tot war."

Die Frau gab zu, Tage und Nächte hindurch ohnmächtig auf dem Boden im Badezimmer gelegen und ihr ganzes Geld für neuen Stoff ausgegeben zu haben, ohne sich um ihre Kinder zu kümmern.

"Ich starb mehr als einmal. Ich habe jetzt das Leben entdeckt. Ich verspreche euch, es gibt Hoffnung. Es gibt Heilung. Es gibt Freiheit und Seelenfrieden, und ihr seid es wert",

munterte Matos andere Rauschgiftsüchtige auf.

Der schockierende Post wurde mehr als 50.000 Mal geteilt. Der Autorin zufolge erhielt sie insgesamt über 100 Briefe von Hilfesuchenden.

Am 21. Juli, dem Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige, erinnern Eltern und Angehörige, Partner, Freunde und solidarische Mitbürger an die "Drogentoten". In ganz Deutschland finden Mahnwachen, Gottesdienste, Infostände und andere Aktionen statt, um Ideen und Maßnahmen für eine wirksamere Drogenpolitik vorzustellen. Damit sollen sowohl neue Konsumenten abgeschreckt werden, als auch das Überleben und die Genesung von jetzigen Konsumenten gefördert.