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Erstes OPEC-Land steigt aus Öl-Förderkürzung aus

Erstes OPEC-Land steigt aus Öl-Förderkürzung aus
Erstes OPEC-Land steigt aus Öl-Förderkürzung aus
Mit Ecuador kündigte erstmals seit einer im November beschlossenen gemeinsamen Förderkürzung ein Mitgliedsland der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) seinen Ausstieg aus der Vereinbarung an. Man werde das Versprechen nicht einhalten können, die Ölproduktion um 26.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag auf 522.000 Barrel zu senken, sagte Ecuadors Ölminister Carlos Perez in der Nacht auf Dienstag dem Fernsehsender Teleamazonas. Grund dafür sei die leere Staatskasse.

Zwar steht das südamerikanische Land nur für einen relativ kleinen Teil der Produktion des Ölkartels - allein die Produktion Saudi-Arabiens beträgt nach Angaben des Kartells etwa das 20-fache. Experten warnen jedoch vor einem Dominoeffekt, falls andere Länder folgen sollten. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) hat die OPEC-Allianz im Juni nur noch 78 Prozent der beschlossenen Kürzungen umgesetzt, nachdem sie die Selbstverpflichtung zuvor fünf Monate lang fast vollständig erfüllt hatte - ohne dadurch einen Preisanstieg im erhofften Ausmaß erreicht zu haben. Zuletzt ist die OPEC-Produktion insgesamt sogar gestiegen, auch weil die Mitgliedsländer Libyen und Nigeria, die nicht an der Förderkürzung beteiligt sind, ihre Produktion ausgeweitet haben. (dpa)

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