Präsident Duterte hält an der Schaffung einer muslimischen Autonomieregion auf Philippinen fest

Präsident Duterte hält an der Schaffung einer muslimischen Autonomieregion auf Philippinen fest
Präsident Duterte hält an der Schaffung einer muslimischen Autonomieregion auf Philippinen fest
Dem philippinischen Staatschef Rodrigo Duterte wurde am Montag ein neuer Entwurf eines Gesetzes vorgelegt, das die Schaffung der autonomen muslimischen Region Bangsamoro in Mindanao im Süden des Inselstaates vorsieht. „Ich bin dafür“, sagte er. Dies sei ein wichtiger Schritt, um Jahrhunderte von Hass und Ungerechtigkeit zu beenden.

Die Pläne gehen auf ein Friedensabkommen aus dem Jahr 2014 zwischen Dutertes Amtsvorgänger Benigno Aquino und den Rebellen der Moro Islamischen Befreiungsfront (Milf) zurück. Die Gründung Bangsamoros hätte ursprünglich bis Ende 2016 umgesetzt werden sollen. Der Entwurf wurde um die Standpunkte anderer Rebellen und indigener christlicher Gruppen ergänzt. Auf Mindanao besteht bereits eine autonome Region. Muslimische Gruppen kritisieren jedoch, dass diese stark von der Zentralregierung abhängig sei und daher nicht wirklich autonom.

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Die Philippinen sind der fünftgrößte Inselstaat weltweit und zählen 101 Millionen Einwohner. Sie sind auch der einzige asiatische Staat, der eine katholische Bevölkerungsmehrheit hat. (dpa)