Britische Regierung will Strafen auf Säure-Attacken erhöhen

Britische Regierung will Strafen auf Säure-Attacken erhöhen
Britische Regierung will Strafen auf Säure-Attacken erhöhen
Nach einer Reihe von Säure-Attacken in Großbritannien hat die Regierung härtere Strafen für die Täter in Aussicht gestellt. "Es handelt sich um ein Delikt, das verändert, wie Menschen aussehen und sich fühlen - manchmal für den Rest ihres Lebens", so Innenministerin Amber Rudd in einem am Sonntag veröffentlichten Beitrag für die Sunday Times.

Mit lebenslanger Haft als Höchststrafe sei die Gesetzeslage in diesem Bereich bereits sehr stark. "Aber wir können und werden unsere Reaktion verbessern", so Amber Rudd. Die Regierung werde sicherstellen, dass Täter die volle Wucht des Gesetzes zu spüren bekämen.

Der Maßnahmenplan der Innenministerin sieht unter anderem die Klassifizierung von Säure als "gefährliche Waffe" vor, um es der Staatsanwaltschaft zu ermöglichen, höhere Strafen zu fordern. Zudem soll der Verkauf aggressiver Substanzen besser kontrolliert werden.

Scotland Yard hatte erst kürzlich zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren unter dem Verdacht festgenommen, fünf Kuriere mit Säure besprüht zu haben, um deren Mopeds zu stehlen. In der vergangenen Woche hatte die Polizei zudem einen Mann gefasst, der an einer Ampel ein Paar in einem Auto mit Säure angegriffen haben soll. Bei einem weiteren Vorfall im April hatte ein Mann 20 Menschen in einer Londoner Diskothek mit einer aggressiven Substanz verletzt. (dpa)

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