Recep Tayyip Erdoğan kündigt unnachgiebiges Vorgehen gegen Putschisten an

Recep Tayyip Erdoğan kündigt unnachgiebiges Vorgehen gegen Putschisten an
Recep Tayyip Erdoğan kündigt unnachgiebiges Vorgehen gegen Putschisten an
Ein Jahr nach dem Putschversuch in der Türkei hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan ein unnachgiebiges Vorgehen gegen die Putschisten und deren Hintermänner angekündigt. In einer Ansprache am Sonntagmorgen vor dem Parlament in der Hauptstadt Ankara bekräftigte er zugleich seine Bereitschaft zur Wiedereinführung der Todesstrafe.

Bei einer Gedenkfeier in Istanbul hatte der türkische Präsident kurz zuvor gesagt, er wisse, wer hinter Terrororganisationen wie der Gülen-Bewegung, der kurdischen Arbeiterpartei PKK und der Terrormiliz "Islamischer Staat" stehe. Es werde "kein Verräter ungestraft" bleiben. Am Sonntagmorgen kündigte Recep Tayyip Erdoğan an, dass der Ausnahmezustand in der kommenden Woche zum vierten Mal verlängert werden solle. An der nächtlichen Veranstaltung vor dem Parlament in Ankara nahmen die beiden größten Oppositionsparteien - die CHP und die pro-kurdische HDP - nicht teil. In der ganzen Türkei wird am Wochenende an die Niederschlagung des blutigen Putsches vor einem Jahr erinnert. Die Gedenkveranstaltungen sollen bis Mitternacht in der Nacht zu Montag andauern.

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Im Zusammenhang mit dem Putschversuch sitzen derzeit über 50.000 Verdächtige in Untersuchungshaft. Rund 150.000 Staatsbedienstete sind seit dem Putschversuch entlassen oder suspendiert worden. (dpa)

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