Israel legt Ausbau von Palästinenserstadt vorerst auf Eis

Israel legt Ausbau von Palästinenserstadt vorerst auf Eis
Israel legt Ausbau von Palästinenserstadt vorerst auf Eis
Das israelische Sicherheitskabinett hat den umstrittenen Ausbau der Palästinenserstadt Kalkilia vorerst auf Eis gelegt. Der bereits genehmigte Plan hatte für Spannungen in der rechts-religiösen Regierung gesorgt. Das Gremium werde sich in zehn Tagen erneut für eine abschließende Entscheidung treffen, berichteten israelische Medien am Donnerstag.

Der mit den USA abgestimmte Plan soll laut Berichten den Bau von bis zu 14.000 Wohnungen auf einem Gebiet von umgerechnet 2,5 Quadratkilometern vorsehen. Sie sollen auf Gebiet gebaut werden, das bisher der alleinigen israelischen Sicherheitskontrolle untersteht. Aktuell leben laut "Maariv" in Kalkilia rund 50.000 Palästinenser.

Der Ausbauplan war im vergangenen Jahr genehmigt worden. Allerdings kritisierten Erziehungsminister Naftali Bennett und Justizministerin Ajelet Schaked von der Siedlerpartei "Jüdische Heimat" die Pläne im Juni scharf als "Belohnung für den Terror".

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Kalkilia ist in weiten Teilen von der Sperrmauer zu Israel umschlossen. Die einzige Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln, bestünde laut Berichten auf israelisch kontrolliertem Gebiet. Allerdings soll das Land in palästinensischem Privatbesitz sein.

Im Westjordanland leben knapp drei Millionen Palästinenser und rund 420.000 israelische Siedler. Es ist aufgeteilt in Zonen unter alleiniger israelischer Kontrolle (C-Gebiet), gemeinsam mit den Palästinensern kontrollierte Regionen (B-Gebiet) und allein von der palästinensische Autonomieverwaltung kontrollierte Zonen (A-Gebiet). (dpa)

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