Hamburgs Polizeipräsident zieht gemischte Bilanz des G20-Einsatzes

Hamburgs Polizeipräsident zieht gemischte Bilanz des G20-Einsatzes
Hamburgs Polizeipräsident zieht gemischte Bilanz des G20-Einsatzes
Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer hat eine gemischte Bilanz des Polizei-Einsatzes zum G20-Gipfel gezogen. Er sei stolz, dass es bei dem bisher größten Einsatz der Hamburger Polizei gelungen sei, die Sicherheit des Treffens "mit den zahlreichen Störversuchen" bis zum Schluss zu gewährleisten, sagte er am Sonntag.

Ihn bedrücke aber, dass es nicht gelungen sei, Verletzungen der Einsatzkräfte zu vermeiden und den Schutz des Eigentums der Hamburger Bürger umfassend zu gewährleisten. Mehr als 20.000 Beamte seien im Einsatz gewesen, erklärte Ralf Martin Meyer. Es sei "alles, aber auch wirklich alles Menschenmögliche an Vorkehrungen getroffen" worden. Mit Blick auf den juristischen Streit um Übernachtungscamps für G20-Kritiker betonte Hamburgs Polizeipräsident, für die Polizei sei es wichtig gewesen, "keine Schlafstätten für militante Extremisten" in Hamburg zu haben; das sei letztlich aber nicht gelungen. Es sei schwierig, wenn "Täter ohne Bezug zum Gipfel" an unterschiedlichen Stellen der Stadt in einer "Kleingruppentaktik" agierten.

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel in Hamburg sind bisher insgesamt 37 Haftbefehle gegen Verdächtige erwirkt worden. Verletzt wurden insgesamt 476 Beamte. (dpa)

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