Angeklagter im IS-Terrorprozess in Düsseldorf gesteht Tötung in Syrien

Angeklagter im IS-Terrorprozess in Düsseldorf gesteht Tötung in Syrien
Deutsche und französische ÜPolizisten in Düsseldorf
Im Prozess um den geplanten schweren Terroranschlag auf die Düsseldorfer Altstadt hat der Hauptangeklagte gestanden, einen Scharfschützen der syrischen Regierungstruppen getötet zu haben. Der 30-jährige Saleh A. schilderte dies am Donnerstag vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht aber als Notwehrsituation im syrischen Bürgerkrieg. Der Scharfschütze habe zuvor neun seiner Mitkämpfer getötet, darunter seinen Bruder und seinen Cousin.

Er sei damals noch nicht mit seiner Kampfeinheit beim "Islamischen Staat" (IS) gewesen. Die deutsche Bundesanwaltschaft wirft Saleh A. wegen des Vorfalls in Syrien Totschlag vor. Saleh A. hatte sich in Paris im Februar 2016 freiwillig der Polizei gestellt und dort bereits ein Geständnis abgelegt. Laut Anklage soll er vom IS den Auftrag für ein Blutbad in der Düsseldorfer Altstadt erhalten haben. Den insgesamt drei Angeklagten werden IS-Mitgliedschaft und die Verabredung zu einem Verbrechen vorgeworfen. (dpa)

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