Sambias Präsident Edgar Lungu ruft Ausnahmezustand aus

Sambias Präsident Edgar Lungu ruft Ausnahmezustand aus
Sambias Präsident Edgar Lungu ruft Ausnahmezustand aus
Nach mehreren großen Bränden in Sambia hat Präsident Edgar Lungu einen Ausnahmezustand in dem Land ausgerufen. Die jüngsten Ereignisse zeigten, dass Sambia langsam in eine Gesetzlosigkeit rutsche, begründete Lungu am Mittwochabend seine Entscheidung.

"Die Täter dieser unverantwortlichen Taten versuchen, meine Regierung unregierbar zu machen", sagte er. Das Notstandsgesetz muss zunächst vom Parlament bestätigt werden. Ein Ausnahmezustand könnte etwa eine Ausgangssperre, weite Befugnisse für Militär und Polizei und die Schließung privater Medienhäuser bedeuten.

Jüngst kam es in Sambia zu mehreren großen Bränden, unter anderem in der Hauptstadt Lusaka. Dort ist am Dienstag der größte Markt der Stadt niedergebrannt, die Ursache war zunächst unklar. Lungu nannte am Dienstag im staatlichen Fernsehen die Brände "wirtschaftliche Sabotage". Wenn er, um gegen diese Sabotage vorzugehen, "einmal zum Diktator werde, habt Geduld mit mir", sagte er.

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Die Opposition wirft Lungu vor, zunehmend gegen sie vorzugehen. Im Juni wurden 48 Oppositionspolitiker wegen Missachtung des Staatschefs für 30 Tage vom Parlament suspendiert - fast alle Abgeordnete der oppositionellen Vereinigten Partei für Nationale Entwicklung (UPND). Zudem wurde Oppositionsführer Hakainde Hichilema im April verhaftet und wegen Hochverrats angeklagt. (dpa)