Suche nach Vermissten des Zweiten Weltkriegs endet 2023

Suche nach Vermissten des Zweiten Weltkriegs endet 2023
Wehrmachtsoldaten bei Moskau. (Archivbild, 1941)
Die Suche nach Vermissten des Zweiten Weltkriegs wird 2023 auslaufen. Die Änderung ist Teil einer Vereinbarung, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière und der Präsident des für den Suchdienst zuständigen Deutschen Roten Kreuzes, Rudolf Seiters, am Mittwoch unterzeichneten. Damit wird die neue Suchdienstvereinbarung die Übereinkunft von 2001 ersetzen.

Das Innenresort erklärte, dass veränderte Schwerpunkte und damit verbundene organisatorische Änderungen die Neuerung nötig gemacht hätten. Die Klärung von Vermisstenschicksalen des Zweiten Weltkrieges schwinde naturbedingt und laufe deshalb aus. Jährlich finanziert das Bundesinnenministerium den Suchdienst des DRK mit 11,5 Millionen Euro.

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Heutzutage gebe es bewaffnete Konflikte weltweit, bei denen Familien auf der Flucht getrennt würden. Allein im vergangenen Jahr seien beim DRK knapp 2800 solcher Suchanfragen eingegangen. „Eine der schlimmsten Folgen von Krieg, Flucht und Vertreibung ist, dass Kinder und Eltern, Ehepaare, Familien und Freunde voneinander getrennt werden und ohne Hilfe Dritter nicht wieder zueinander finden“, sagte de Maizière.

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