UNESCO nimmt Nationalpark Simien von Liste gefährdeten Welterbes

UNESCO nimmt Nationalpark Simien von Liste gefährdeten Welterbes
UNESCO nimmt Nationalpark Simien von Liste gefährdeten Welterbes
Der Nationalpark Simien in Äthiopien gehört nicht mehr zu den gefährdeten Welterbestätten. Dies habe das UNESCO-Komitee am Dienstagabend in Krakau entschieden, wie Sprecherin Katja Römer der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch mitteilte.

Die Welterbe-Experten begrüßten demnach erfolgreiche Schutzmaßnahmen in dem Park, wie den Bau einer Umgehungsstraße und Maßnahmen für nachhaltigen Tourismus in dem von Erosionen geprägten Gebiet. Zuvor war bereits der westafrikanische Comoé Nationalpark in der Elfenbeinküste von der Liste gefährdeter Stätten gestrichen worden.

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Der Simien Nationalpark war 1996 wegen des Baus einer Durchgangsstraße, exzessiver Beweidung, intensiver landwirtschaftlicher Nutzung und einem Rückgang der Tierpopulationen wie des Walia Steinbocks und des Simien Fuches in die Rote Liste eingetragen worden.

Bis zum 12. Juli diskutiert das Welterbe-Komitee in Polen über gefährdete Orte sowie die Aufnahme von mehr als 30 neuen Natur- und Welterbestätten in die begehrte UNESCO-Liste. Vor dem Tagungsgebäude protestierten Naturschützer gegen die polnische Regierung. Sie kritisieren das mit Borkenkäferbefall begründeten Fällen von Bäumen in den Wäldern von Bialowieza in Ostpolen und fordern das Komitee auf, Experten hinzuschicken. Teile des Waldsystems von Bialowieza sind Nationalpark mit einer streng geschützten Kernzone, die auf der Weltnaturerbe-Liste der UNESCO steht. (dpa)

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