Gabriel hofft auf Golfstaaten-Abkommen gegen Terrorfinanzierung

Gabriel hofft auf Golfstaaten-Abkommen gegen Terrorfinanzierung
Gabriel hofft auf Golfstaaten-Abkommen gegen Terrorfinanzierung
Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hofft darauf, dass die Katar-Krise in ein Abkommen aller Golfstaaten gegen Terrorunterstützung mündet. "Es muss gelingen, dass in der Region die Finanzierung extremistischer und terroristischer Organisationen beendet wird", sagte er am Montag nach einem Treffen mit seinem saudi-arabischen Kollegen Adel Al-Dschubair in Dschidda.

Das beste Ergebnis der Katar-Krise wäre aus seiner Sicht, wenn diese in "einer gemeinschaftlichen Verabredung" gegen Terrorunterstützung münden würde.

Saudi-Arabien und seine arabischen Verbündeten werfen Katar unter anderem die Finanzierung islamistischer Terroristen vor. Sie haben die diplomatischen Beziehungen zu dem Emirat abgebrochen und ihm einen Forderungskatalog überreicht. Geldgebern aus Saudi-Arabien wird allerdings ebenfalls Terrorfinanzierung vorgeworfen.

Mehr lesen - Katar-Krise: Gabriel reist in die Golf-Region – "Neutrales Verhalten" angekündigt

Al-Dschubair erklärte, Saudi-Arabien und Deutschland stimmten darin überein, dass die Terrorfinanzierung gestoppt werden müsse. Saudi-Arabien und seine Verbündeten hofften, dass die Antwort Katars auf ihre Forderungen positiv ausfalle, "damit wir zu einer Lösung der Krise gelangen können". Ziel der Maßnahmen sei es, Katars Politik zu ändern, die die Länder in der Region und in der Welt schädige.

Gabriel begann in Dschidda eine dreitägige Rundreise in der Golfregion, bei der er sich um Entspannung in der Katar-Krise bemühen will. Am Abend wollte er in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) weiterfliegen, am Dienstag wird Gabriel in Katar erwartet. (dpa)