UNICEF liefert 36 Tonnen Hilfsgüter in Cholera-Gebiete im Jemen

UNICEF liefert 36 Tonnen Hilfsgüter in Cholera-Gebiete im Jemen
UNICEF liefert 36 Tonnen Hilfsgüter in Cholera-Gebiete im Jemen
Im Kampf gegen die Cholera-Epidemie im Jemen hat das UN-Kinderhilfswerk Unicef 36 Tonnen Hilfsgüter in das Bürgerkriegsland gebracht. Darunter sind 750.000 Beutel eines Salzes, um den Flüssigkeitshaushalt von Erkrankten wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dies sei gerade genug, um 10.000 der bislang etwa 200.000 Betroffenen zu behandeln, teilte Unicef am Mittwoch mit.

Zur humanitären Lieferung zählen außerdem Vorrichtungen zur Säuberung von Wasser und andere sanitäre Güter. Die UN-Hilfsorganisation hat auch weitere Lieferungen angekündigt.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind seit Ende April bereits mehr als 1.400 Menschen an der Infektionskrankheit gestorben - ein Viertel davon Kinder. Es wird mit bis zu 300.000 Ansteckungen bis August gerechnet. Cholera wird von Bakterien verursacht, ruft starken Durchfall und Erbrechen hervor und ist besonders für Kinder, Alte und Kranke lebensbedrohlich. In der Hauptstadt Sanaa gilt wegen des Ausbruchs seit Mai der Ausnahmezustand.

Der bewaffnete Konflikt zwischen der jemenitischen Führung und den Huthi-Rebellen aus der schiitischen Bewegung Ansar Allah dauert seit August 2014 an. Die Aufständischen und Teile des Militärs unterstützen den ehemaligen Staatschef, Ali Abdullah Salih, während die Armee und andere Milizen für den aktuellen Staatschef, Abed Rabbo Mansur Hadi, kämpfen. Seit dem Jahr 2015 fliegt Saudi-Arabien Luftangriffe gegen die Huthi-Rebellen, die den Norden des Jemen und die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Laut UN-Angaben sollen dem bewaffneten Konflikt bereits mehrere Tausend Zivilisten zum Opfer gefallen sein. (dpa/TASS)

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