Polizeigewerkschaft: Personalmangel gefährdet Bahnverkehr

Polizeigewerkschaft: Personalmangel gefährdet Bahnverkehr
Polizeigewerkschaft: Personalmangel gefährdet Bahnverkehr (Symbolbild)
Der Bahnverkehr in Deutschland ist aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) unzureichend geschützt. "Derzeit ist ein Großteil der Bahnpolizeidienststellen regelmäßig zeitweise geschlossen, weil schlicht das Personal fehlt", erklärte Gewerkschaftschef Jörg Radek am Mittwoch.

Die Dramatik werde klar, wenn man wisse, dass manche Reviere für ein ganzes Bundesland zuständig seien. "Das ist so nicht mehr hinnehmbar und eine Zumutung für die Bürgerinnen und Bürger", so der GdP-Chef.  

Die Gewerkschaft fordert, dass über die bereits heute unbesetzten Dienstposten hinaus mindestens weitere 1.500 Streifenbeamte mehr eingestellt werden, um die Aufgaben im Einsatzbereich Bahn bewältigen zu können. Die Bundespolizei mit Sitz in Potsdam ist hauptsächlich für den Grenzschutz sowie die Bahn- und Flughafensicherheit zuständig. Von den rund 40.000 Beschäftigten sind mehr als 33.000 voll ausgebildete Polizeivollzugsbeamte.

Vor dem G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg hatten Unbekannte in der vergangenen Woche in mehreren Bundesländern Feuer in Bahnanlagen gelegt. Ziel waren vor allem Kabel an Bahnstrecken. Menschen wurden nicht verletzt. Züge fielen aus, Reisende mussten mit teils starken Verspätungen zurechtkommen.

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