Kolumbien feiert offizielle Entwaffnung der Farc-Guerillas

Kolumbien feiert offizielle Entwaffnung der Farc-Guerillas
Kolumbien feiert offizielle Entwaffnung der Farc-Guerillas (Archivbild)
Die 6.803 Kämpfer der linken Guerillaorganisation Farc hätten den Vereinten Nationen ihre 7.132 Waffen übergeben. Dies sagte der UN-Missionschef Jean Arnault am Dienstag bei einer Zeremonie in Mesetas, an der auch Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos und Farc-Chef Rodrigo Londoño teilnahmen. Somit ist der über 50 Jahre lange bewaffnete Kampf im Lande beendet.

"Die Farc verpflichten sich, die Wahrheit zu sagen und Wiedergutmachung zu leisten. Es wird Gerechtigkeit und Garantien für alle Opfer geben. ... Dieser Frieden ermöglicht bessere Bildung, Gesundheitsversorgung, Wohnraum und mehr Chancen für die Kolumbianer", schrieb Santos auf Twitter.

Santos hatte für seine Bemühungen um ein Ende des jahrzehntelangen Konflikts 2016 den Friedensnobelpreis zugesprochen bekommen. Die Waffen sollen eingeschmolzen und so als Baumaterial verwendet werden für Friedensmahnmale in Kolumbien, in New York am Sitz der Vereinten Nationen und in Havanna, dem Ort der fast vierjährigen Friedensverhandlungen. (dpa)

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