Lettische Banken wegen Umgehung von Nordkorea-Sanktionen bestraft

Lettische Banken wegen Umgehung von Nordkorea-Sanktionen bestraft
Lettische Banken wegen Umgehung von Nordkorea-Sanktionen bestraft
Wegen ihrer Rolle bei der Umgehung von Sanktionen gegen Nordkorea müssen drei lettische Banken zusammen mehr als 640.000 Euro Strafe zahlen. Nach Angaben der Finanz- und Kapitalmarkt-Kommission in Riga wurden zwischen 2009 und 2016 mehrmals Finanzmittel des kommunistischen Regimes in Pjöngjang über die Geldinstitute in dem baltischen EU- und Euro-Land kanalisiert.

Dazu seien von Kunden der Banken Offshore-Firmen und ein komplexes Netz von Transaktionen genutzt worden, teilte die Aufsichtsbehörde am Dienstag mit. Bei ihren Ermittlungen arbeiteten die lettischen Bankenaufseher mit der US-Bundespolizei FBI zusammen.

Nach Angaben der Kommission haben die drei Banken Unzulänglichkeiten bei internen Kontrollsystemen eingeräumt und sich dazu verpflichtet, diese zu verbessern. Zwei betroffene Geldinstitute bestätigten eine entsprechende Vereinbarung mit der Bankenaufsicht. 

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Lettlands Bankensystem steht nicht zum ersten Mal unter Verdacht, Finanzmittel aus dunklen Quellen zu kanalisieren. Wiederholt wurde von Medien enthüllt, wie lettische Finanzinstitute als sicherer Hafen und Umschlagplatz für ausländische Einlagen zweifelhafter Herkunft dienen. (dpa)