Prozess gegen mutmaßliche Mörder von Boris Nemzow: Zwei Geschworene abgelehnt

Prozess gegen mutmaßliche Mörder von Boris Nemzow: Zwei Geschworene abgelehnt
Prozess gegen mutmaßliche Mörder von Boris Nemzow: Zwei Geschworene abgelehnt
Das Bezirksmilitärgericht Moskau hat am Dienstag zwei Geschworene im Prozess gegen fünf mutmaßliche Mörder des oppositionellen Politikers Boris Nemzow abgelehnt. Somit besteht die Jury nun aus 13 Mitgliedern bei notwendigen zwölf.

Zuerst wurde von der Sitzung eine Geschworene ausgeschlossen, die verheimlicht hatte, dass ihr Mann mehrmals im Gefängnis saß. Die Frau erwiderte, dass ihr Gatte vor vier Jahren gestorben sei. Trotzdem beschloss das Gericht, sie aus der Jury auszuschließen.

Ein anderer Geschworener brachte in den Verhandlungssaal außer einem Schreibblock noch fremde Unterlagen mit. Der Mann behauptete, das seien seine eigenen Notizen. Der Richter lehnte jedoch auch ihn auf Forderung der Staatsanwaltschaft ab.

Auf der Anklagebank sitzen fünf Männer, die den mutmaßlichen Auftragsmord verübt haben sollen. Bei ihnen handelt es sich um Saur Dadajew, Ansor und Schadid Gubaschew, Tamerlan Eskerchanow und Chamsat Bachajew. Russlands Staatsanwaltschaft ist der Meinung, dass den Mord an Boris Nemzow der Ex-Offizier des tschetschenischen Bataillons "Sewer", Ruslan Muchudinow, in Auftrag gegeben haben soll. Im November 2015 ist der Mann zur internationalen Fahndung ausgeschrieben worden. Die Ermittlung gegen ihn erfolgt im Rahmen eines anderen Verfahrens. (RIA Nowosti)

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