Präsidentschaftswahlen in der Mongolei: Schlappe für Regierungskandidaten

Präsidentschaftswahlen in der Mongolei: Schlappe für Regierungskandidaten
Präsidentschaftswahlen in der Mongolei: Schlappe für Regierungskandidaten
Bei der Präsidentenwahl in der Mongolei hat der Kandidat der regierenden Volkspartei, Miyegombo Enkhbold, eine Schlappe erlitten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Montsame erreichte er laut eines vorläufigen Ergebnisses nur 30,3 Prozent der Stimmen und lag damit hinter seinem Kontrahenten Khaltmaa Batulgaa von der Demokratischen Partei, der rund 39 Prozent der Stimmen erhielt. Der dritte Kandidat, Sainkhuu Ganbaatar von der Revolutionären Volkspartei, kam auf 30,2 Prozent der Stimmen.

Das amtliche Endergebnis der Wahl soll im Laufe des Dienstags bekanntgegeben werden. Weil keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit erreichen wird, muss laut Wahlkommission im Anschluss eine Stichwahl darüber entscheiden, wer neuer Präsident wird. Batulgaa gilt als gesetzt, ob neben ihm Enkhbold oder Ganbaatar in die zweite Runde einziehen, blieb wegen des geringen Abstands zwischen ihnen zunächst offen.

Der Wahlkampf in der Mongolei stand im Zeichen der Wirtschaftskrise in dem drei Millionen Einwohner zählenden Land, außerdem machten Korruptionsvorwürfe gegen alle drei Kandidaten Schlagzeilen. (dpa)