Dresdner Hilfsorganisation wegen versuchter Schleusung von Ausländern angezeigt

Dresdner Hilfsorganisation wegen versuchter Schleusung von Ausländern angezeigt
Dresdner Hilfsorganisation wegen versuchter Schleusung von Ausländern angezeigt
Der Dresdner Verein "Mission Lifeline" ist wegen versuchten Einschleusens von Ausländern angezeigt worden, informierte er am Montag. Für den 6. Juli wurde Vereinschef Axel Steier zu einem Gespräch bei der Bundespolizei geladen, um sich zu den Anschuldigungen zu äußern. "Mission Lifeline" sammelt Geld für ein Schiff, um Flüchtlinge aus dem Mittelmeer zu retten. Die erste Mission ist für September geplant, sagte Vereinschef Steier der Deutschen Presse-Agentur.

Steier nannte den Schleuser-Vorwurf "völlig absurd und an den Haaren herbeigezogen. Seenotrettung ist Pflicht für jedes Schiff". Internationale Abkommen würden zur Rettung bei Seenot verpflichten. Steier vermutet, dass die Anzeige aus den Reihen der islam- und asylfeindlichen Pegida-Bewegung kommt. "Mission Lifeline" war 2016 juristisch gegen Pegida-Chef Lutz Bachmann vorgegangen, nachdem dieser einen diskreditierenden Facebook-Post geschrieben hatte, der die Arbeit der Organisation und den Verein als kriminell hingestellt hatte. Die Auseinandersetzung endete mit einem Vergleich.

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